China befindet sich im Wettkampf um Weltraumressourcen. Der Hauptkonkurrent, die NASA, plant, bereits 2022 eine Sonde in den Weltraum zu schicken, die an den Asteroiden Psyche binden und Metalle isolieren soll. China plant, einen Asteroiden direkt zur Erde zu bringen, wenn auch nicht in der Größenordnung. Wenn Psyche auf die Erde gebracht werden könnte, würden sich die Kosten für die Extrahierungsprozesse der Ressourcen auf knapp 10 Trillionen US-Dollar belaufen, was aber auch automatisch die Gewinnung von Erdressourcen beeinträchtigen würde.

Lee Mintao, ein Wissenschaftler des Nationalen Zentrums für Weltraumforschung der CAS (Chinese Academy of Sciences / Chinesische Akademie der Wissenschaften), hat vorgeschlagen, ein Raumfahrzeug zu bauen, das einen Asteroiden auffangen und zur Erde bringen kann. Solche Technologien gibt es zwar im Moment noch nicht, China hat jedoch bereits mit der Entwicklung eines solchen Raumfahrzeugs begonnen. Die Hauptaufgabe besteht darin, eine Sonde zu schaffen, die die Geschwindigkeit des Asteroiden so weit reduzieren kann, dass eine sichere Landung auf die Erde gewährleistet wird. Lee Mintao plant, mit Hilfe der aus dem Asteroiden gewonnenen Ressourcen nicht nur die Kosten des Projekts zu decken, sondern auch Gewinn zu erzielen. Der Wissenschaftler plant, einen neuen Industriezweig zu schaffen — die Gewinnung von Weltraumressourcen.


Marsis, der auf dem Mars Express Orbiter installiert wurde, hat im Süden des Mars flüssiges Wasser gefunden. Das genaue Volumen ist noch nicht bekannt, aber Wissenschaftler schätzen, dass der See einen Durchmesser von bis zu 20 km hat und dabei mindestens 1 Meter tief ist. Flüssiges Wasser auf dem Mars war schon früher gefunden worden, war damals jedoch nur eine Folge des Abschmelzens von Gletschern. Trotz der Entdeckung von Wasser auf dem Mars, wagen Wissenschaftler bisher nur vorsichtige Prognosen über die Existenz von Leben auf dem roten Planeten.

Um Wasser bei denAtmosphärebedingungen des Planeten in flüssigem Zustand zu halten, muss eine hohe Konzentration an Magnesium-, Natrium- und Calciumsalzen gegeben sein, was eine ungünstige Umgebung für die Entwicklung von Leben darstellt. Die Hoffnung, lebende Mikroorganismen im Grundwasser zu finden, ist aber nach wie vor aufrecht. Noch gibt es jedoch keine Technologie, mit der Wissenschaftler unter die Oberfläche des Mars bohren und auf nötige Proben zugreifen können. Wissenschaftler untersuchen nun den neu entdeckten See, um dessen Eigenschaften besser eruieren zu können.


Der jüngste Skandal um die Produktion von fast 350.000 gefälschten Impfstoffen gegen Tollwut, Keuchhusten, Diphtherie und Tetanus in China hat einige Akteure der Start-up Szene dazu veranlasst, über Technologien zum Schutz von Impfstoffen nachzudenken. Wie herauskam, wurden Dokumente über Impfstoffe gefälscht, sowie Produktionsstandards verletzt. Noch ist nicht bekannt, ob und wie viele Kinder tatsächlich unter Folgen der unter unzureichenden Bedingungen hergestellten Impfstoffen leiden. Eine Welle der Empörung und insbesondere auch Impfskepsis vonseiten der Eltern hat China aber bereits erfasst und wird vermutlich so lange andauern, bis die Echtheit der Impfstoffe wieder als gesichtert gilt.

YLZ Information, ein Unternehmen aus Shenzhen, kündigte an, dass sie beabsichtigen, Impfstoffe mittels Blockchain nachzuverfolgen. Die Aktien des Unternehmens stiegen nach Bekanntwerden der Pläne um fast 10%. Es gibt jedoch Skeptiker, die die Blockchain-Technologie für unzuverlässig halten. Das IT-Unternehmen Tencent hält Blockchain ebenfalls anfällig für Hacker-Angriffe und befürchtet, dass auch diese Daten leicht gefälscht werden könnten.