Alex Reinhardt gab ein großes Interview der russischen Zeitschrift „OK!“. Im Interview sprach Alex über PLATINCOIN, darüber, wie man Krisen überwindet, wie man auf Kritik reagiert sowie über Probleme und Siege im Geschäftsleben.

Das Interview wurde auf Russisch veröffentlicht, aber speziell für die PLATINCOIN-Community haben wir seine Übersetzungen in andere Sprachen vorbereitet. Lesen Sie das Interview und teilen Sie es mit Ihren Partnern!

Alex Reinhardt: „Mein Weg begann nicht einmal vom Nullpunkt aus, sondern von einem Minus-Level.“

Ein professioneller Redner und Coach, der Gründer von 18 digitalen Projekten, ein Experte auf dem Gebiet der Finanztechnologien, Investitionen und Einführung von neuen Produkten erzählte «OK!» vom PLATINCOIN-Kryptosystem, seiner Fähigkeit, Krisen zu überwinden und auf Kritik richtig zu reagieren, sowie über Probleme, Niederlagen und Siege im Geschäftsleben.

Alex, erzählen Sie uns bitte, wie Ihre Firma PLATINCOIN gegründet wurde, wie war dieser Weg?

Der Weg war ziemlich kompliziert. Damit ist wahrscheinlich das größtes Wachstum in meinem Leben verbunden. Und es begann mit einer sehr schwierigen Situation, in welche ich geraten bin. Vor Kurzem habe ich in einem Interview für „Forbes“ darüber erzählt. Ich wurde von meinen Geschäftspartnern verraten, den Menschen, welche ich als meine Freunde betrachtete, und ich musste in einer sehr kurzen Zeit einen ziemlich großen Geldbetrag an die Banken zurückzahlen. Ich suchte nach einem Ausweg aus dieser Situation und lernte damals mehr über Kryptowährungen kennen. In geradezu vier Monaten verdiente ich, dank meiner neuen Kenntnisse und Verkaufsfähigkeiten, die ich bereits hatte, einige Hunderttausend Euro. Vorher hatte ich natürlich von Bitcoin gehört, aber zu dem Zeitpunkt verliebte ich mich komplett und unwiderruflich in die Kryptowährungen. Mir wurde klar, dass ich meine eigene Kryptowährung erstellen und Menschen helfen möchte, ihr Einkommen zu steigern. Es war damals sehr wichtig für mich und es bleibt auch jetzt ein wichtiger Antrieb für mich.

2016 habe ich ein Team zusammengestellt und wir haben begonnen, an der PLATINCOIN-Plattform zu arbeiten. Seitdem entwickeln wir diese Plattform bereits das fünfte Jahr in Folge weiter. Man kann sagen, dass dieser Weg nicht einmal vom Nullpunkt aus begann, sondern von einem Minusbereich aus. Als ich die hohen Schulden abzahlen musste, wurde mir klar, dass ich das schaffe, dass ich damit arbeiten kann, dass dies die Zukunft ist. Es war so als ob mich das Schicksal selbst führen würde, und mir wurde klar, dass ich dabei sein will und mein Potenzial bestmöglich umsetzen kann. Ich glaubte wirklich daran. 

PLATINCOIN ist ein ganzes Kryptosystem mit Marktplätzen, einer Crowdfunding-Plattform, mit Zahlungssystemen, Umtauschstellen und einer Börse. Ich glaube wirklich an die Blockchain-Technologien und ich glaube an Kryptowährungen. Ich bin absolut sicher, dass dies die Technologie der Zukunft ist und ich sehe, wie sie das Leben der Menschen bereits jetzt verändert.

In welchen anderen Bereichen haben Sie noch gearbeitet?

Mein ganzes Leben und meine Karriere waren mit dem Vertrieb verbunden. Bereits in der Oberstufe habe ich als Vertriebshändler einer Versicherungsgesellschaft erfolgreich Geld verdient. Als Student schrieb ich Geschäftspläne für Startups und half ihnen, Investoren zu finden. Im Laufe einiger Jahre half ich jungen Unternehmen dabei, etwa eine halbe Milliarde Euro aufzubringen. Das heißt, ich bin gut im Verkauf, in der Entwicklung von Geschäftsmodellen, und es ist nicht überraschend, weil ich 10 Jahre damit beschäftigt war.  Dabei habe ich mich immer für neue Technologien interessiert.

Welche Schulungen haben Sie erhalten und welche Erfahrung konnten Sie bei der Erstellung der Plattform nutzen?

Ich lerne mein ganzes Leben lang. Ich mag es sehr zu lernen. Ich kann praktisch aus jedem Gespräch mit fast jeder Person, aus jedem Buch, aus jedem Interview eine Einsicht gewinnen, und kann mir mein Leben ohne Lernen und Entwicklung nicht vorstellen. Als Kind und Jugendlicher hatte ich ein fotografisches Gedächtnis. Jetzt wird es zwar von vielen neuen Informationen beeinträchtigt, aber mein Gehirn arbeitet immer noch sehr schnell und braucht eine große Menge an Informationen. Deswegen beginnt mein Tag in einem Fitnessstudio, wo ich trainiere und mir gleichzeitig eine Vielzahl von Motivations- und Lehrvideos ansehe. Danach schreibe ich immer etwas auf – alles, was mir einfällt, interessant und nützlich erscheint. Ja, das ist ein tägliches Lernen beim Joggen, aber ich kann mich nicht darauf beschränken. Tatsächlich fängt alles erst damit an. In den letzten zwei Jahren habe ich mehr als eine Million Euro für meine Ausbildung ausgegeben. Für mich persönlich sehe ich dies nicht als Ausgabe, sondern als Investitionen. Das heißt, ich habe in mich selbst und in meine Ausbildung investiert.

Ich hatte das Glück, von den besten Trainern, den besten Mentoren, den stärksten Vertriebsprofis und den mächtigsten Geschäftsleuten der Welt zu lernen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier alle Namen nennen sollte, aber ich kann trotzdem erwähnen, dass ich in Kanada bei der Schöpferin des Coachings, Marilyn Atkinson, studiert habe. Des Weiteren studierte ich bei Tony Robbins und bei Grant Cardone. Als meine Trainer und Mentoren kann ich auch andere Menschen betrachten – die Denker der Vergangenheit, von denen ich durch Bücher, Aufzeichnungen, Biografien und Autobiografien viel lerne.

All dies hilft mir, die Menschen, den Markt und irgendwie auch mich selbst besser zu verstehen. Es hilft mir zu sehen, in welche Richtung ich mich bewegen sollte, um ständig an der Spitze des Fortschritts zu sein – das ist sehr wichtig für mich.

Welche Ergebnisse halten Sie für die eindrucksvollsten und die bedeutendsten in der Unternehmensgeschichte? Was ruft angenehme Emotionen in Ihnen hervor?

Das Hauptergebnis sind natürlich alle Events, von denen es Hunderte gab. Die stärksten Emotionen wurden jedoch durch unsere größten Events hervorgerufen – in Berlin, als wir das Unternehmen gerade erst gründeten, und in Dubai, als wir ein riesiges Publikum in der Halle vom fantastischen Hotel Atlantis The Palm versammelten. Eine Preisverleihung und dann eine „weiße Party“ am Strand – es war unvergesslich. Natürlich haben auch andere Ereignisse, die weltweit stattfanden, nicht weniger lebhafte Emotionen verursacht. In den letzten vier Jahren bin ich mit unseren Präsentationen in mehr als 90 Länder gewesen – von Südkorea bis nach Argentinien, Brasilien, Chile und so weiter. Das heißt, ich bin tatsächlich über alle Kontinente gereist und habe mit einer großen Anzahl unglaublich interessanter Menschen gesprochen. Ich bin stolz darauf und es sind auch sehr lebendige Eindrücke für mich – die Eindrücke vom Kennenlernen unserer Partner, ihrer Kultur, Traditionen und Ansichten.

Natürlich rufen die Produkteinführungen und deren Vorbereitungen immer starke Emotionen hervor, denn jedes Mal ist es eine intensive Arbeit eines großen Teams. Wenn wir ein neues Produkt auf den Markt bringen, die Produktlinie erneuern oder das Unternehmen irgendwie erweitern, ist es immer ein Feiertag. Da ich weiß, dass dahinter viel Arbeit steckt, mache ich mir immer Sorgen – wie werden die Interessenten das alles aufnehmen? Wird es ihnen gefallen? Haben wir alles bedacht?

Und es bleibt noch ein sehr emotionaler Moment in meiner Erinnerung, als wir die PLATINCOIN-Blockchain starteten. Wir haben es auf den Bahamas mit meinen Partnern gemacht – wir haben den Startknopf praktisch zusammen gedrückt und es war so ein Adrenalinstoß! Als hätten wir eine Rakete in den Weltraum abgefeuert. Dasselbe war, als wir die PLC Secure Box auf den Markt brachten oder als der AppStore unsere Anwendung genehmigte, an welcher wir zwei Jahre lang gearbeitet haben. Grundsätzlich ist jeder Erfolg des Unternehmens eine starke Emotion, die man nicht vergessen kann.

Was sagen die Leute am häufigsten über Ihr Unternehmen?

Wissen Sie, die Leute sagen verschiedene Dinge – es gibt sowohl Hater als auch begeisterte Fans. Alles wie überall sonst. So ist das Leben. Im Allgemeinen denke ich, dass Hater gerade meine größten Fans sind, die einfach eine perverse Art von Liebe haben. Würden sie sonst so viel Zeit und Nerven für mich verschwenden? Und dann gibt es Leute, die wirklich aufrichtig an mich, an unser Unternehmen und an unser Produkt glauben. Gerade sie dienen als Beweis dafür, dass wir etwas Nützliches, etwas Cooles tun. Natürlich gibt es eine dritte „Schicht“ von Menschen – diejenigen, denen es einfach egal ist. Das ist auch normal. Aber es ist gut, dass es nur wenige solche Menschen gibt. Dies deutet darauf hin, dass wir ein äußerst außergewöhnliches Produkt haben – man kann nicht emotionslos darauf reagieren! Auch wenn negative, aber eben Emotionen! Das ist viel wert.

Welches Unternehmensimage streben Sie an? Wie sollen die Leute das sehen? Welche Werte und Ideen möchten Sie vermitteln?

Die Menschen sollten ein High-Tech-Unternehmen sehen, welches die Welt verändert und hilft, sein Einkommen zu steigern und professionell zu wachsen, welches das Leben einfacher und besser macht. Es sollte ein Unternehmen sein, das gewöhnlichen Menschen alle Möglichkeiten bietet, welche sie vorher nicht hatten. Das ist High-Tech, und dies ist ein Produkt für Menschen und über Menschen. Das sind unsere Werte.

Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in drei Jahren?

Ich hoffe, dass wir in drei Jahren genauso hart und intensiv arbeiten werden, aber in einem anderen Maßstab. Zu diesem Zeitpunkt werden wir bereits mehrere Dutzend coole Produkte haben, unsere Community wird zehnfach oder vielleicht sogar hundertfach größer sein! Wir werden den Markt weiter so verändern, wie wir das jetzt gerade machen, nur noch schneller und effizienter.

Warum machen Sie das, was Sie machen?

Wissen Sie, ich bin ein Visionär, das heißt eine Person, die in die Zukunft schaut und an die neuesten Technologien glaubt. Und gleichzeitig bin ich ein Kämpfer. Seit meiner Kindheit war mein Leben immer eine ständige Herausforderung und ein ständiger Kampf. Schließlich komme ich selbst aus einer sehr einfachen Familie, außerdem bin ich ein Migrant. Lange Zeit kämpften wir gegen die Armut: Second Hand Klamotten, Essen mit Essenmarken, die gleichen Jeans jahrelang, die man schon flicken musste … Grundsätzlich war meine Kindheit weit entfernt von einem Zuckerschlecken, deswegen kenne ich den Preis des Sieges. Und ich kenne auch den Preis einer Niederlage. Ich habe das alles durchgemacht. Ehrlich gesagt stecken diese Kinderschmerzen immer noch tief in meinem Inneren, deswegen verstehe ich die Menschen gut, welche keine Möglichkeit haben, in einen Laden zu gehen und das zu kaufen, was sie oder ihre Kinder wollen. Ich hatte solche Zeiten in meinem Leben, als meine ganze Familie von fünfzig Euro pro Woche lebte. Sie reichten nur fürs Essen, und zu damaliger Zeit hatte ich bereits zwei kleine Kinder. Natürlich war es sehr schwierig.

Als ich PLATINCOIN gründete, wollte ich Fortschritt in diese Welt bringen und jedem Menschen helfen, der sich in der gleichen Situation wie ich mich damals befand. Ich wollte, dass jeder Mensch in der Lage ist, sein Leben zu verbessern, ein passives Einkommen zu sichern und endlich nach Lust zu leben und nicht lediglich über die Runden zu kommen. Kurz gesagt, ich wollte einfach nur nützlich sein, wertvolle Produkte schaffen, welche die Welt zum Besseren verändern … Und ich glaube, ich habe es geschafft. PLATINCOIN hat bereits das Schicksal von Zehntausenden von Menschen verändert, ihnen geholfen, einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen und sich um ihre Familien zu kümmern. Ich habe auch eine Crowdfunding-Plattform gegründet, auf welcher es viele Wohltätigkeitsprojekte gibt. Viele von ihnen haben bereits Finanzierungen erhalten, worauf ich sehr stolz bin. Außerdem haben wir einen Marktplatz auf der Basis von Kryptowährungen eingerichtet, auf welchem Sie Waren praktisch kostenlos erhalten können – nur fürs Einfrieren von Ihren Mitteln. Grundsätzlich hatte ich schon immer eine unkonventionelle Denkweise. Es ist mir gelungen, mein Bestreben, Menschen zu helfen, mit meinem Wunsch, coole, innovative Produkte zu entwickeln, zu verbinden. Und das ist einfach toll!

Aber das Wichtigste für mich ist natürlich, etwas zu schaffen. Immerhin bin ich von Natur aus ein Macher. Es vergeht kein Tag, ohne dass eine neue Idee oder ein neues Konzept in meinem Kopf entsteht! Ich verfüge seit meiner Kindheit über Forschungsgeist und freue mich, ihn in die richtige Richtung lenken zu können. Früher erklärten andere Menschen meine Ideen für verrückt, aber jetzt erweisen sie sich als nützlich und verändern die Welt zum Besseren. Die Erkenntnis allein macht mich unglaublich glücklich.

Top 5 Bücher, welche Sie am meisten beeinflusst haben?

Eine schwierige Frage für jemanden, der so viel wie ich liest. Lassen Sie mich drei meiner Favoriten nennen. Das erste ist definitiv Grant Cardones „The 10X Rule“. Das zweite Buch ist „Die Abenteuer von Tom Sawyer“ von Mark Twain. Ich habe dieses Buch als Kind sehr gemocht, weil es sich um einen sehr unternehmungslustigen, schlagfertigen und klugen Jungen handelt, der zu einem Leader wurde. Sie verstehen doch, warum dieses Buch mich angezogen hat. Und natürlich, „D’artagnan und die drei Musketiere“. Ich liebe diesen Roman über Heldentum, Edelmut und Freundschaft.

Top 5 Filme, welche Sie am meisten beeinflusst haben?

Der erste Film ist auch „D’artagnan und die drei Musketiere“, der alte Film mit Boyarsky. Dann eine Filmreihe über Seekadetten, welche ich als Kind so sehr gemocht habe (und immer noch mag ehrlich gesagt). Ich schaue diese Filme immer wieder sehr gerne an und kenne alle Songs davon auswendig. Wunderbare und romantische Filme. Ich liebe auch alle Marvel-Filme, die auf Superhelden-Comics basieren. Grundsätzlich liegt mir das Konzept einer bestimmten „Supermacht“ sehr nahe, deswegen bin ich ein großer Fan dieser Kinowelt. DC mag ich auch, besonders „Superman“ und „Green Lantern“.

Vom letzten kriege ich Gänsehaut, deswegen habe ich ihn unzählige Male gesehen. Die Hauptidee dieses Films, dass der Mensch jede seiner Ängste überwinden kann, ist mir sehr nahe. Wahrscheinlich, weil ich selbst so bin – ich mag es, meine Ängste zu überwinden. Jeder Mensch hat welche, es ist normal, aber ich versuche immer, meine Angst von Angesicht zu Angesicht zu konfrontieren. So wachse ich. Aus dem gleichen Grund mag ich alle Filme, in welchen es um Selbstüberwindung und persönliches Wachstum geht. Zum Beispiel „Star Wars“. Nun, es ist ein Klassiker, ich habe ihn tausendmal gesehen. Das Letzte, was ich gesehen habe und was mich stark beeindruckt hat, war die Serie „The Mandalorian“. Vielleicht ist sie sogar epischer als die Sternensaga. Ansonsten habe ich sehr wenig Zeit für unterhaltsame Filme, weil ich die meiste Zeit in meine Ausbildung investiere. Am öftesten schaue ich mir Filme an, wenn ich im Flugzeug bin oder zu Mittag esse. In der restlichen Zeit gibt es bei mir nur Trainings und motivierende Videos.

Grundsätzlich mag ich Science-fiction, weil ich über starke Einbildungskraft und Kreativität verfüge. Alle außergewöhnlichen Filme hinterlassen bei mir einen bleibenden Eindruck. Und alle möglichen Dramen und Psychothriller scheinen mir etwas langweilig zu sein.

Was sind die drei Hauptregeln, die Sie im Unternehmen und im Leben einhalten?

Die erste Regel: Lüge dich selbst und andere niemals an. Es ist sehr wichtig für mich. Ich verstehe immer sehr deutlich, was gut und was schlecht ist. Ich bin mir aller Risiken bewusst. Ich trage keine rosarote Brille. Natürlich bin ich ein Visionär und ein Innovator, aber ich bin sehr praktisch und bodenständig, also schwebe ich nicht in den Wolken und akzeptiere auch keine Lügen.

Die nächste Regel: Wenn du Angst hast – tu es nicht und wenn du es getan hast – hab keine Angst. Das hängt damit zusammen, was ich vorhin gesagt habe: Ich wachse mit meiner Angst, und wenn ich eine Entscheidung bereits getroffen habe, trage ich die Verantwortung dafür und gehe vorwärts.

Und die dritte Regel: Wenn du etwas nicht weißt, nicht kannst oder dieses „Etwas“ existiert überhaupt nicht, dann musst du es schaffen. Auf mich wirkt der Satz „das ist unmöglich“ wie ein roter Lappen auf einem Stier. Ich mag es, mir und anderen zu beweisen, dass auf der Welt alles möglich ist. Entweder machst du es oder du machst es nicht – das ist alles.

Wie sieht Ihr typischer Tag aus?

Mein typischer Tag folgt immer dem gleichen Muster. Ich wache sehr früh auf – wenn ich in Amerika bin, dann um 4 Uhr morgens, und wenn ich in Europa bin, dann irgendwo um 6-7 Uhr. Unmittelbar nach dem Aufwachen gehe ich ins Fitnessstudio, laufe und schaue mir dabei Trainingsvideos an (mindestens eine Stunde). Danach frühstücke ich 20-30 Minuten und mache mich an die Arbeit. Dann arbeite ich ungefähr 5-6 Stunden – dies ist meine produktivste Zeit, also versuche ich, möglichst viele Aufgaben in dieser Zeit zu erledigen. Ich kann mich voll und ganz auf das Wichtige fokussieren: Niemand lenkt mich ab, stört mich mit irgendwelchen Dokumenten. Ich arbeite einfach und das ist alles.

Dann habe ich ein paar Treffen und esse zu Mittag. Manchmal esse ich zu Mittag und gleichzeitig treffe ich mich mit jemandem, zum Beispiel in einem Restaurant. Wenn ich alleine mittagesse, dann esse ich alles sehr schnell auf (praktisch innerhalb von 10 Minuten), um möglichst schnell wieder an die Arbeit zu gehen. Ich mag es nicht, Zeit zu verschwenden, weil damit auch die Produktivität verloren geht. Lange Mahlzeiten sind für mich immer eine Qual. Es fällt mir schwer, lange zu sitzen und über das Leben zu plaudern – eine Zeitverschwendung empfinde ich sehr schmerzhaft und fange schnell an, mich darüber zu ärgern.

Nach dem Mittagessen arbeite ich intensiv noch weitere 5-6 Stunden. In der Regel handelt es sich dabei um Besprechungen, Anrufe oder Webinare. Dann ein schnelles Abendessen und weitere drei bis vier Stunden Arbeit. Gegen 11-12 Uhr abends gehe ich ins Bett. Wenn ich noch Kraft habe, kann ich mir vor dem Schlafengehen etwas Interessantes ansehen. Aber nicht mehr als eine halbe Stunde. So sieht mein durchschnittlicher Tag aus.

Manchmal muss ich fünfmal pro Woche fliegen, deshalb arbeite ich oft auch im Flugzeug. Und um Zeit zu sparen, habe ich kürzlich angefangen, auch im Auto zu arbeiten. Dafür habe ich einen persönlichen Fahrer. Ich sitze auf dem Rücksitz mit meinem Laptop, selbst in einem Taxi oder im Stau – dort beantworte ich Anrufe, gebe Bestätigungen, sammle Informationen. Insgesamt arbeite ich 12 bis 14 Stunden am Tag. Das ist ein normales Tempo für mich. Wenn ein Tag ereignisreich ist, wenn es viele Besprechungen gibt, kann ich 16 bis 18 Stunden arbeiten.

Welche Eigenschaften werden im Unternehmen am meisten geschätzt?

Im Unternehmen legen wir Wert auf Geschwindigkeit und Effizienz. Für uns ist es wichtig, dass sich alle Teammitglieder auf ein bestimmtes Ergebnis fokussieren. Was wir nicht mögen, nicht begrüßen und versuchen, auf jede mögliche Weise zu verhindern, ist die Arbeit wegen der Arbeit, nur für ein Gehalt, ohne persönliche Ziele und Engagement. Das brauchen wir nicht. Wir fokussieren uns auf Ergebnisse in sehr kurzer Zeit. Man sollte in der Lage sein, das Tempo zu halten und durchgehend produktiv zu sein.

Welche Qualitäten, außer der „Arbeit wegen Arbeit“, werden im Unternehmen außerdem nicht gebilligt?

Fehlende Eigeninitiative und mangelnde Teamfähigkeit. Manchmal stehen wir vor komplexen und großen Aufgaben, welche man nicht alleine lösen kann. Man muss an einem Strang ziehen, und wenn eine Person nicht kommuniziert, ist sie gleichzeitig das schwächste Glied in der Kette. Wir gutheißen auch keine Menschen, welche Probleme mit der Motivation oder kein Interesse an persönlichem und beruflichem Wachstum haben. Wir brauchen Menschen, die von unseren Produkten begeistert sind, damit sie verstehen, warum und für wen sie es tun. Männer und Frauen mit leuchtenden Augen – genau diese brauchen wir. Die überwältigende Mehrheit in unserem Team ist so und ich bin sehr stolz auf sie alle.